Vegetarisch grillen oder kochen im Tajin

Sie denken, nur Fleisch-Fans freuen sich auf die Grillsaison? Weit gefehlt! Denn gerade Vegetarier grillen mit weitaus mehr Vielfalt und Kreativität, sodass selbst die Nicht-Vegetarier beinahe neidisch auf den Veggie-Teller schielen.

Wenn es einmal schnell gehen muss, darf auch die Kreativität leiden: Tofu- & Sojawürste

Die schnellste Alternative zur Bratwurst sind die vegetarischen Artgenossen. Und so wie es eine breite Auswahl an unterschiedlichen Marken oder Fleischsorten gibt, so finden auch Vegetarier in gut sortierten Geschäften ein breites Sortiment: Knackwurst ist genauso erhältlich wie Krakauer, Currywurst oder sogar unterschiedliche Bratwürste - grob, fein oder als Rostbratwurst. Eine besonders große Auswahl halten die lokalen Reformhäuser bereit, aber mittlerweile führen auch gängige Supermärkte zumindest vereinzelt die Grillalternativen. Im Internet können verschiedene Würste aus Weizenprotein bestellt werden, z.B. bei Ulmafit.

Die bunte Alternative: Mariniertes Gemüse

Marinaden sind nicht nur großartig für Fleisch. Sie sind noch besser für Gemüse. Ideal zum Grillen sind Zucchini und Paprika. Aber auch Champignons oder Auberginen können hervorragend verwendet werden.

Zum Marinieren wird in erster Linie immer Öl für die Basis genommen. Durch Salz und Pfeffer wird die Grundlage geschaffen, ein Schuß Sojasoße kann auch oft nicht schaden (muss aber gut mit dem Öl verrührt werden). Für eine Knoblauchmarinade einfach Knoblauch dazu, eine Kräutermarinade besticht mit ihren Lieblingskräutern, z.B. Rosmarin, Bohnenkraut oder Thymian. Wichtig ist, dass das Gemüse auch eine Weile, eventuell sogar über Nacht, Gelegenheit hat in der Marinade zu ziehen. Am besten direkt in kleinen Stücken ziehen lassen und anschließend aus dem Gemüse bunte Spieße machen.

Spaß für Groß & Klein am Lagerfeuer: Stockbrot

Was gibt es schöneres, als einen Abend an einem Lagerfeuer ausklingen zu lassen? Kinder und Erwachsene schauen fasziniert in die prasselnden Flammen. Wenn jetzt noch eigenes Brot über der Glut gebacken wird, schmeckt es gleich doppelt so gut. Das Brot kann übrigens auch über einer herkömmlichen Grillglut gemacht werden.

Für vier Stockbrote benötigen Sie:

  • 500g Mehl
  • 1 Tüte Trockenhefe oder 1 Würfel Frischhefe
  • 1 EL Sonnenblumen- oder Olivenöl
  • etwas lauwarmes Wasser
  • etwas Salz
  • 4 stabile Baumzweige

Aus dem Mehl, der Hefe, dem Wasser, Salz und Öl einen glatten Hefeteig herstellen und diesen mit einem Tuch abdecken und gehen lassen. Die Baumzweige mit einem Schnitz- oder Taschenmesser an der Spitze von der Rinde befreien, sodass ein Stück Ast für das Umwickeln mit dem Brotteig frei ist (ca. 20 cm). Die Spitze selbst zuspitzen. Die freie Stelle kurz von allen Seiten über dem Feuer “rösten” - Aufpassen, dass sie nicht verbrennt oder ankokelt!
Wenn der Teig gegangen ist, diesen noch einmal durchkneten. Den Teig auf vier Portionen aufteilen. Jede Portion zu einer dicken Wurst rollen, eine Seite der Teigrolle auf die Zweigspitze spießen und dann eng umwickeln. Anschließend drückt man den Teig noch zusammen, damit er relativ gleichmäßig dick um den Zweig verteilt ist.
Unter regelmäßigem Drehen kann das Brot nun über der Feuerglut gebacken werden.

Das Brot kann frisch gegessen werden. Am besten schmeckt dazu ein Tomaten-Bruschetta aus frischen Tomatenwürfeln, Öl, kleingehackten Zwiebeln und frischem Basilikum.